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Thema: Malgrund  Teil 2

Hallo Airbrusher und Fans der Malerei,

 

heute erscheint der Teil 2 zum Thema Malgrund und hier werde ich einmal die organischen Untergründe betrachten. Ich hoffe, es hilft euch weiter.

 

Der Malgrund   (Teil 2)

Organische Untergründe

 

Frage: Welche organischen Untergründe gibt eigentlich?

Antwort: Alles was in irgendeiner  Form selbst gewachsen ist.

 

Der organische Malgrund (Haut, Leder, Federn, Fingernägel, Haare, Holz, Stein, Papyrus, Papier) kann viele Schwierigkeiten mit sich bringen und dies gilt es genau zu analysieren. Er ist aber wohl auch der älteste Malgrund unserer Menschheitsgeschichte. 

Etwas Allgemeines

 

Die Ureinwohner bemalten den wohl ältesten Malgrund unserer Erde. Es waren die Haut, Fingernägel, Haare und dann folgten wahrscheinlich der Stein und später das Leder. In unserer Geschichte als Mensch waren es die organischen Untergründe die also zuerst bemalt wurden. Bei den Urvölkern war es unter anderem die Kriegsbemalung und die Gestaltung des Körpers als Statussymbol. Schon damals gab es also Bodypainting.  

Auch der Stein als organischer Untergrund wurde frühzeitig als dankbarer Malgrund entdeckt. Vor allem in Höhlen, hauptsächlich an geschützten Stellen wurde von einfachen Zeichen bis hin zu komplexen Zeichnungen alles aufgemalt.

 

Schon damals gab es Menschen, die komplexe Situationen erfassen und zeichnerisch umsetzen konnten. Unter anderem ging es oft um Rituale und Fangtechniken für die nächsten Generationen zu sichern.Damals gab es also auch schon die Sprühtechnik. Sie sah  noch etwas anders aus als heute, aber die Technik war die gleiche. In jener Zeit wurde die Farbe, meist Erdfarbtöne, mit Speichel im Mund gemischt und dann an die Wand gespuckt. Steinplatten wurden seiner Zeit bemalt um als Untergrund zur Übermittlung von Nachrichten zu dienen.  

 

Die Fingernägel als organischer Malgrund müssten eigentlich immer in Verbindung mit unseren Haaren erwähnt werden. Denn nicht nur  unsere Fingernägel sondern auch unsere Haare sind organische Malgründe. Fingernägel werden bemalt und Haare gefärbt und diese Prozedur fand auch schon in der Steinzeit statt. Das Leder als organischer Malgrund ist auch schon mindestens 5500 Jahre alt. Zu Anfang wurde es gefärbt und mit einfachen grafischen Zeichen bemalt. Leder ist für uns heute ein sehr interessanter Untergrund, da hin und wieder Lederwesten gebrusht werden müssen.

 

Bleibt Papyrus und Papier. Auch sehr alte Maluntergründe. Papyrus, ein organischer Malgrund der aus getrocknetem Papyrusgras angefertigt wurde. Es ist ein Malgrund der durch die senkrechte und waagerechte Verflechtung des Grases entsteht.  Papier besteht aus Holz wie wir wissen und wurde früher mittels eines Schöpfsiebes von der Wasseroberfläche in einem Behälter abgeschöpft. Schon ca. 600 v.Chr. gab es bemalte Papierstücke, die als Geld bezeichnet wurden.  

 

Wenn Dir noch einen weiterer organischer Untergrund einfällt, schreibt es mir und ich werde natürlich auch auf diesen Malgrund im Speziellen eingehen.

 

Die Farben setzten  sich aus natürlichen Emulsionen, Pflanzenfarbstoffen oder aus natürlichen Erdfarbtönen sowie Ruß und später auch mit alkoholhaltigen Farben zusammen.

Im nächsten Blog werde ich den organischen Malgrund „Haut“ im Speziellen betrachten. Dazu werden die Bereiche

 

-  Vorbereitung des Untergrundes

-  Welche Arten von Farben kommen in Frage

-  Welche Techniken gibt es überhaupt und wie wende ich sie an

-  Wie kann ich meine Bemalung schützen 

entsprechend betrachtet.

 

Wenn Du Interesse hast schaut doch einfach wieder rein und schreibt mir Deine Erfahrung mit den Untergründen. Viel Spaß während deiner nächsten Arbeiten wünscht Dir

 

Rainer Godejohann

 

Urheberrecht: Ich möchte Dich darauf hinweisen, dass dieser Text urheberrechtlich geschützt ist und nicht kommerziell genutzt werden darf. Ich danke Dir für dein Verständnis.

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Thema: Malgrund - Teil 1

Hallo Airbrusher und Fans der Malerei,

 

da ich sehr viele Anfragen zum Thema Malgrund bekommen habe, werde ich jetzt einmal etwas dazu schreiben. Ich hoffe, es hilft euch weiter.

 

 

Der Malgrund   (Teil 1)

Untergründe 

 

Frage: Kann ich auf jedem Untergrund eine Bemalung vornehmen.

Antwort: Fast jeder Untergrund ist für die Airbrush-Malerei geeignet.

 

Wir müssen nur darauf achten, Untergrund und Medium (Farbe, Airbrushmalerei) aufeinander abzustimmen und uns fragen: Wie lange soll die Bemalung halten. Es gibt Untergründe, auf denen eine Airbrushmalerei stattfinden soll,  deren Haltbarkeit sehr begrenzt ist. 

 

Es ist wichtig zu wissen, welcher Untergrund passt zu welchem Medium und wie kann ich meine Bemalung vorbereiten um die Haltbarkeit zu verlängern oder auf eine bestimmte Zeit zu schützen.

 

Deswegen möchte ich in diesem Teil die Untergründe zuerst aufteilen und in den nächsten Teilen, die Untergründe gesondert und im Einzelnen betrachten. 

 

Hierbei werde ich nicht nur den Untergrund beschreiben, sondern auch auf die entsprechende Vorbereitung des Untergrundes und der zu nutzenden Farben eingehen, die gerade für diesen Untergrund geeignet sind. Denn hier gibt es einiges zu beachten und vorzubereiten.

Und nach reichlicher Überlegung habe ich mich auf folgende Bereiche festgelegt:

 

- organische und anorganische Untergründe,

- glatte und strukturierte Untergründe,

- grobporige und feinporige Untergründe,

- starre und arbeitende Untergründe,

- fertige und vorzubereitende Untergründe,

- weiße oder bunte Untergründe,

- nach der Airbrush-Arbeit fertige oder nachzubehandelnde Untergründe.

 

Jeder Malgrund hat seine Besonderheiten und will zuerst von uns analysiert werden. Im nächsten Teil, werde ich im Speziellen auf den organischen Malgrund eingehen. Wenn Ihr Interesse habt schaut doch einfach wieder rein und schreibt mir Deine Erfahrung mit den Untergründen. Viel Spaß während deiner nächsten Arbeiten wünscht Dir

 

Rainer Godejohann

Das Kleine Atelier

Urheberrecht: Ich möchte Euch darauf hinweisen, dass dieser Text urheberrechtlich geschützt ist und nicht kommerziell genutzt werden darf.

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Wie war das eigentlich bei mir am Anfang?


Als Kind probierte ich mich mit Buntstiften, Bleistiften und Wachsmalstiften. Während der Schule auch mit Pinsel und Wasserfarben. In meiner Lehre zum Maler- und Lackierer blieb es im Wesentlichen gleich. Es gab aber doch Unterschiede. Nun wurden keine Bilder mehr gemalt, sondern Oberflächen entsprechend aufbereitet oder dekorativ bearbeitet. Zum ersten Mal wurde ich so richtig mit der Gestaltung von Oberflächen und Räumen vertraut gemacht.

 

Ich lernte etwas über Perspektive in der Raumgestaltung, die Wirkung der Farben unter einander und vor allen Dingen die Verarbeitung der Farben. Die meisten Farben konnten mit dem Pinsel, der Rolle oder der Spritzpistole aufgetragen werden. In meinem Lehrbetrieb war es hauptsächlich der Pinsel und die Rolle.

Einmal mit der Materie vertraut, stellten sich mir aber immer wieder neue Fragen. Bei mir begann die Experimentierphase und so musste ich schnell feststellen, dass ein Verlauf mit dem Pinsel eine ganz schwierige Aufgabe war.

 

Als ich meinem Kollegen zu schauen durfte, wie er eine Tür mit der Lackierpistole lackierte, wurde mir schnell klar, hier gibt es ganz neue Möglichkeiten. Er stellte vorne an der Düse etwas ein und probierte es aus. Doch es sprenkelte nur. Sofort dämmerte es mir und ich dachte, so etwas Ähnliches hast Du doch schon einmal gemacht aber mit einer ganz anderen Technik.

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Wenn es einfach berührt!


Ab und zu stelle ich hier auf dieser Plattform, Bilder ins Netz, die ich auf Wunsch angefertigt habe. Oft bekomme ich bei der persönlichen Übergabe dieser Auftragsarbeiten über die Zufriedenheit hinaus, eine Rückmeldung der großen Freude und das zu erlebende Glücksgefühl. Sowohl bei meinem Kunde/in als auch bei mir. Es ist eine Erfahrung, die teilweise für mich und dem Auftraggeber/in auch sehr rührend sein kann. Da stellt sich für mich immer wieder die Frage: Warum ist das so und wofür habe ich jetzt wirklich mein Geld bekommen? Welche Komponenten mußten zusammen kommen, dass es so ist, wie es ist?

 

Möglicherweise müssen einige Faktoren zusammen kommen, die bestenfalls Freude und dieses Glücksgefühl auf beiden Seiten auslöst und das Ergebnis bestimmt. Nur, die handwerkliche Arbeit ist es alleine auf keinem Fall und der Preis schon garnicht. Was ist es dann und wie beginnt es eigentlich? Durch intensive Gespräche mit meinen Kunden, ahne ich, dass es wohl weit vor der wirklichen Ausführung passiert. Der Kunde oder die Kundin haben eine Idee oder eine Vorlage und möchten diese dann auch zeitnah umgesetzt haben. Meist ist es bei mir natürlich eine Malerei, die auf verschiedenste Untergründe aufgebracht werden soll. 

 

Zuerst wird vom Kunde/in im eigenen Umfeld nachgefragt, ob jemand weiß, wer so etwas machen könnte. Hier und da wird dann gesagt, frag doch mal den oder ich kenne da einen, der kann das bestimmt. Heute wird natürlich auch im Internet nach geschaut, ob es in der Region oder vielleicht sogar in der Stadt einen oder eine gibt, die so etwas umsetzen kann. In diesem Moment entscheidet sich, ob die Umsetzung der Arbeit für den Interessenten/in ein Wunsch oder das Ziel ist.

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